„Kino & Kirche“ startet am 21. Januar 2026 in die neue Saison

Nach einer erfolgreichen und sehr gut besuchten Jubiläumssaison nach 25 Jahren startet „Kino & Kirche“ in Bietigheim-Bissingen am Mittwoch, 21. Januar 2026, in die neue Saison. Im ehemaligen Bissinger Olympia-Kino werden einmal im Monat mittwochs bis Mai wieder neue Filme präsentiert. Das Programm startet um 16.30 und 19.30 Uhr mit einer französischen Komödie, in der ein berühmter Dirigent von seinem Bruder erfährt, der Posaune in einer Blaskapelle spielt.

Musik ist die gemeinsame Basis für die beiden Brüder, die sich erst kennenlernen müssen. Darum sind zu den Filmgesprächen an dem Mittwoch auch zwei Musiker aus der Region eingeladen: Zu der Vorstellung um 16.30 Uhr kommt der Posaunist, Pianist und ehemalige Leiter der Musikhochschule Stuttgart Uli Gutscher. Bei der Abendvorstellung um 19.30 Uhr ist Reimund Schiffer dabei, ebenfalls Posaunist, Dirigent und ehemaliger Leiter der Musikschule Bietigheim-Bissingen.

Für das neue Filmprogramm, das im Rahmen der Erwachsenenbildung von Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in Bietigheim-Bissingen zu Film und Gespräch einlädt, sind außerdem folgende Termine vorgesehen:

Mittwoch, 11. Februar 2026, 16.30 und 19.30 Uhr

Mittwoch, 11. März 2026, 16.30 und 19.30 Uhr

Mittwoch, 15. April 2026, 16.30 und 19.30 Uhr

Mittwoch, 6. Mai 2026, 16.30 und 19.30 Uhr

Die Kirchengemeinden machen mit „Kino & Kirche“ so genannte „nicht-gewerbliche Filmarbeit“. Da dafür kein Eintritt verlangt werden darf, gibt es auch keinen „Vorverkauf“ von Eintrittskarten. Auch ist es nicht möglich, Plätze im Voraus zu reservieren. Das Kino wird 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn geöffnet, es stehen jeweils 110 der bequemen roten Kinosessel zur Verfügung. Wegen dieser besonderen Form der Filmarbeit dürfen die Filmtitel auch nicht öffentlich (z.B. im Internet) genannt, sondern nur umschrieben werden.

Kino & Kirche“ wird veranstaltet in Kooperation mit dem Evangelischen Kreisbildungswerk Ludwigsburg und der Katholischen Erwachsenenbildung im Kreis Ludwigsburg. Faltblätter mit dem ausführlichen Programm und den Filmtiteln liegen u.a. in den Kirchengemeinden, in der Stadtinformation und in der Bücherei Bietigheim-Bissingen aus. Die Filmtitel können auch über die Homepage www.kino-und-kirche.de erfragt werden.

Gemeindeversammlung „Kirche der Zukunft“ am 29. Januar 2026

Die Kirchengemeinden Bietigheim-Bissingen und Freiberg–Pleidelsheim/Ingersheim laden herzlich alle Mitglieder zur gemeinsamen Gemeindeversammlung ein.

Datum: 29. Januar 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Gemeindesaal St. Johannes, Königsberger Straße 41, Bietigheim-Bissingen (Ortsteil Buch)

Im Mittelpunkt des Abends steht der Prozess „Kirche der Zukunft“. Dieser wurde im Frühjahr 2025 von Bischof Dr. Krämer gemeinsam mit dem Diözesanrat, dem obersten Leitungsgremium der Diözese mit gewählten Katholik:innen, angestoßen.

Im Sinne der Synodalität sind alle Gemeindemitglieder eingeladen, sich aktiv einzubringen, ihre Perspektiven zu teilen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie unsere Kirche morgen aussehen soll.

Ihre Meinung zählt. Ihre Stimme ist wichtig. Gestalten Sie mit uns die Kirche der Zukunft!

Homepage „Kirche der Zukunft“

Plakat Gemeindeversammlung

Bachs bekannte Cello-Suite in St. Johanneskirche Bietigheim-Buch am 18. Januar 2026

Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 17 Uhr laden die Jungen Solisten Stuttgart e.V.“ zu einem Konzert in der Katholischen Kirche St. Johannes in Bietigheim-Bissingen ein. Das Ensemble beeindruckte bereits in der Vergangenheit Bietigheim-Bissingen mit seiner hohen Energie und Qualität und begeisterte dabei stets ihr Publikum. Nun kommt einer der Cellisten des Ensembles, Marc Strokov, und spielt die 2.te Solo-Suite für Cello von Johann Sebastian Bach.

Marc Strokov gewann zuletzt im selben Jahr in vier verschiedenen Kategorien erste Bundespreise mit Höchstpunktzahl beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Neben seinen solistischen Auftritten führten Konzerttourneen den jungen Cellisten, der sich noch im Schulalter befindet, vom Wiener Musikverein bis hin in die USA. Nun kommt er nach Bietigheim-Bissingen. Der Eintritt ins Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

Die Jungen Solisten Stuttgart e.V. wurden 2024 mit dem Ziel der Förderung junger musikalischer Talente gegründet und konnten bereits in verschiedenen Konzerten in der Region auf sich aufmerksam machen. Sie ernten dabei für ihre hohe Qualität und Energie stets großen Applaus. Neben ihren kleineren Programmen mit Ensemble treten sie auch öfters als großes Sinfonieorchester auf, und konnten dabei schon gemeinsam mit professionellen Musikern in Sälen wie der renommierten Liederhalle in Stuttgart auftreten. Die Mitglieder der Gruppe sind allesamt mehrfache internationale Preisträger verschiedenster Wettbewerbe.

Zwei Tauben, ein Jesuskind und eine Prophetin – Ökum. Werkstatt Theologie am Mittwoch, 14. Januar 2026

Wer schon immer wissen wollte, was zwei Tauben, das Jesuskind und eine Prophetin miteinander zu tun haben, sollte am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 19 Uhr ins Gemeindehaus der Evangelischen Friedenskirche in Bietigheim-Sand, Bolzstraße 14, kommen. Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerks aus Stuttgart, wird mit einer besonderen Methode der Bibelarbeit diese biblische Geschichte neu erschließen. Sie schreibt dazu als Vorankündigung:

Zu den Erzählungen rund um die Geburt gehört auch ein erster Besuch im Tempel (Lukas 2,22-40). Noch als Baby wird Jesus von seinen Eltern ein erstes Mal in den Tempel getragen. Maria und Josef bringen die üblichen Opfergaben mit: Zwei Tauben. Soweit alles normal. Dann aber erscheinen der alte Simeon und die Prophetin Hanna. Simeon wird vom Geist in den Tempel geführt, Hanna ist schon da. Simeon spricht ein berühmtes Gebet und davon, dass jetzt das Heil beginnt. Die Prophetin spricht zum Volk, zu allen, die auf Erlösung warten. Ihre Worte sind nicht ausformuliert wie das Gebet von Simeon. Aber gerade diese Lücke lädt zum gemeinsamen Nachsinnen ein… Auch ihre Biographie lädt zu weiteren Fragen ein.

Wir werden diese Geschichte von Hanna und Simeon und der heiligen Familie gemeinsam entdecken. Dabei hilft uns die Methode des Bibliologs, um verschiedenste Facetten in Sprache zu bringen. In einem Bibliolog sind alle eingeladen, sich intensiv mit einzelnen Personen des biblischen Textes zu identifizieren und aus diesen Rollen heraus ihre Perspektiven einzubringen. Keine Sorge: Jeder darf, keiner muss – ist die wichtigste „Spielregel“ dabei.

Der Abend dauert etwa zwei Stunden von 19 bis 21 Uhr, die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro. Herzliche Einladung!

Bild: Friedbert Simon
In: Pfarrbriefservice.de

Bietigheimer Zeitung berichtet über das Sternsingen in Bietigheim-Bissingen

Über das Sternsingen als „Engagement im Wandel“ berichtet die Bietigheimer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 5. Januar 2026, illustriert mit einem Foto von den Sternsingern in der Gemeinde St. Johannes. Der Artikel findet sich hier.

Sternsingen gegen Kinderarbeit – Sternsinger in Bietigheim-Bissingen unterwegs zu den Menschen

Die Sternsinger kommen!“ heißt es in den Tagen um den 6. Januar, dem Dreikönigstag, auch wieder in den katholischen Kirchengemeinden der Stadt Bietigheim-Bissingen. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+26“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.

Anfang 2025 haben die Sternsinger in Bietigheim-Bissingen über 10.000 Euro gesammelt. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion rund um den Jahreswechsel ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt.

Mehr als 1,4 Milliarden Euro sammelten die Sternsingerinnen und Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. 2015 erfolgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.

Die Sternsinger in Bietigheim-Bissingen werden am Sonntag, 4. Januar 2026, im Gottesdienst um 11 Uhr in der St. Johanneskirche ausgesandt und zu den Menschen geschickt. Auch am Dreikönigstag selbst, am 6. Januar, sind Sternsinger in den Gottesdiensten um 9.30 Uhr in der Bietigheimer St. Laurentiuskirche und um 9.30 Uhr in der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Bissingen dabei.

In der Stadt-Gemeinde St. Laurentius sind die Sternsinger dann am 6. Januar unterwegs, in St. Johannes in Bietigheim-Buch bereits am 4. und 5. Januar, jeweils ab 14.00 Uhr. In Bissingen besuchen die Sternsinger von Zum Guten Hirten am 4. und 5. Januar die einzelnen Haushalte der Gemeinde. Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, sollte sich in den Gemeindebüros anmelden oder einen farbigen Zettel ausfüllen, der dem Gemeindemagazin „compass“ beilag, das vor Weihnachten an alle katholischen Haushalte in der Stadt kostenlos verteilt wurde. Neben den Geldspenden für das Kinderhilfswerk der Sternsinger bekommen die Sternsinger oft auch Süßigkeiten für ihren Einsatz gespendet, von denen sie freiwillig einen Teil an den Tafelladen in Bietigheim-Bissingen abgeben.

Weitere Infos zur Sternsingeraktion: www.sternsinger.de.

Hintergrundinformationen zur Sternsingeraktion:

Sternsinger heute …

Als Heilige Drei Könige verkleidet bringen Kinder rund um den Dreikönigstag am 6. Januar den Segen für das neue Jahr zu den Menschen und sammeln dabei wieder für Not leidende Kinder in aller Welt. Die Sternsinger aus den katholischen Gemeinden in Bietigheim-Bissingen beteiligen sich damit an der bundesweiten Sternsinger-Aktion, bei der Anfang 2025 rund 48 Millionen Euro gesammelt wurden.

… und damals

Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Zuerst wurde er in Klöstern und Gymnasien von Bischofsstädten bekannt. Als Könige verkleidet, zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. 1958 griff das Päpstliche Kindermissionswerk den Brauch auf und gab ihm ein neues Ziel: Die Spenden der Aktion sind für Kinder in Not im globalen Süden bestimmt.

Was machen die Sternsinger?

Die Kinder singen an den Türen und in den Häusern Lieder und sagen einen gereimten Text auf, der von den Heiligen Drei Königen handelt. Sie schreiben mit Kreide „20*C+M+B+26“ über oder an die Türen. Die Zahl steht für das Jahr, die drei Buchstaben für die Anfangsbuchstaben des lateinischen Segenswunsches „Christus Mansionem Benedicat“, auf deutsch „Christus möge dieses Haus segnen“.

Gab es die Heiligen Drei Könige wirklich?

In der Bibel ist nicht von Königen die Rede, sondern von Magiern oder Sterndeutern, die sich auf den Weg zur Krippe machen. Diese Gelehrten hatten damals eine besondere Sternenstellung entdeckt und deuteten sie so, dass der neue Herrscher der Welt in Palästina geboren worden war. Sie zogen – laut Matthäus-Evangelium – vom Morgenland, damit könnte ein Gebiet im heutigen Irak gemeint sein, nach Bethlehem. Mehr Infos unter www.heilige-dreikoenige.de.

Was bedeuten die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Gold steht für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe für den sterblichen Menschen; denn das Baumharz Myrrhe war wichtig bei der Einbalsamierung von Toten zur Zeit Jesu. Mit diesen drei Geschenken machten die Könige deutlich: Der neugeborene Jesus ist für uns König, Gott und Mensch zugleich.

Auf Augenhöhe – Gott wird Mensch

So spricht der Herr: Wenn die Tage vorüber sind, werde ich nach euch sehen“ (Jer 29,10)

Es sind vor allem die Kinder, die die Tage vor Weihnachten zählen und am Adventskalender Türen öffnen, mit jedem Tag eine Tür mehr. Ich werde nach dir sehen, ich schaue nach dir‘, das meint: Ich will für dich sorgen, es ist mir nicht gleichgültig, wie es um dich steht. Ich schaue nach dir. Von Gott ist hier die Rede, der nach uns schaut, sich um uns sorgt.

Wenn Gott nach uns schaut, kommt er uns nah. Sehr nah. Näher als uns bewusst ist. In letzter Konsequenz führt ihn seine Liebe zur Menschwerdung. An Weihnachten begibt sich Gott auf Augenhöhe zu uns Menschen, um als Mensch unter Menschen zu sein. In Augenhöhe macht er sich mit allem vertraut, was uns Sorge und Kummer bereitet, was uns das Leben schwer macht.

Um uns nicht aus den Augen zu verlieren, wird Gott Mensch, Blickkontakt zu halten, gerade wenn es schwer und dunkel wird um uns. An Weihnachten werden wir diesen Augenblick Gottes feiern. Gott schaut nach uns. Blick-Kontakt ist möglich im Kind in der Krippe.

Und Weihnachten ist erst der Anfang. Sein Weg führt von der Krippe zum Kreuz. Am Karfreitag ist Jesus auf Augenhöhe mit uns sterblichen Menschen geblieben. Wer die Augen hier vor dem Leid verschließt, verliert Gott aus den Augen. Und als Jesus beerdigt wurde, hat er sich – in Grabestiefe – sogar auf Augenhöhe mit unseren Toten begeben. Weiter kann uns Gott nicht entgegenkommen und tiefer kann er sich nicht beugen.

Nach Ostern ist es dann der Blick des Auferstandenen, der den Tod hinter sich gelassen hat. Diesseits und jenseits der Todesgrenze trifft uns der Blick Gottes, er verliert uns nicht aus den Augen, auch und gerade im Tod hält er Blickkontakt mit uns mit seinem liebevollen Blick.

Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, so erhöre ich euch.“ (Jer 29,12)

Gott lässt sich blicken im Kind in der Krippe und er lässt sich ansprechen, er lässt sich rufen. Er befindet sich in Rufweite, uns nah. Das macht Hoffnung und schenkt Zuversicht. Unser Suchen und Rufen läuft nicht ins Leere. Gottes Liebe lässt aufleben. Und Weihnachten ist erst der Anfang.

(Ein Wort von Pastoralreferent Rolf Briehl, Bietigheim-Bissingen, zuerst veröffentlicht im Weihnachts-compass 2025)

Jugendbegleiter*innen gesucht – Qualifikation für ein attraktives Engagementfeld startet am 27. Januar 2026

Ehrenamtliche Jugendbegleiterinnen und -begleiter sind an den Schulen im Landkreis nicht mehr wegzudenken. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement (mit Aufwandsentschädigung) unterstützen sie wesentlich das Schulleben in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen beim Mittagessen, der Hausaufgaben­betreuung, bei Freizeitangeboten und vielem mehr. Auch im Rahmen des kommenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung werden – gegen Bezahlung – pädagogisch qualifizierte Personen dringend gebraucht.

Die Vielfalt der Ideen und Angebote ist dabei ebenso groß wie die Herausforderungen für die Jugendbegleiter*innen jeglichen Alters im Schulalltag. Um sie für diese verantwortungsvolle wie bereichernde Aufgabe zu qualifizieren, bietet die katholische Kirche unter Federführung der Stelle Kirche+Bildung+Schule im Dekanat Ludwigsburg einen umfassenden Ausbildungskurs zu einer breiten Themenpalette an: die eigene Person und Rolle, Grundlagen der Projektplanung, Lebenswelten, Institution Schule, Umgang mit Gruppen, Konfliktbewältigung, Kinder mit Migrationshintergrund, Kindeswohl, Erste-Hilfe.

Der Ausbildungskurs endet mit einem vom Land Baden-Württemberg anerkannten Ausbildungszertifikat. Mit dem Kurs ist der Erwerb der Juleica möglich.

Besucht werden können die insgesamt 13 Kursmodule als Gesamtpaket, aber auch Einzelmodule können belegt werden.

Die Fortbildungsangebote sind offen für alle interessierten Menschen (unabhängig von Konfession oder Religion), die sich bereits als Jugendbegleiter*in engagieren oder Interesse an einer künftigen Tätigkeit im Lebensraum Schule haben ebenso wie für in der Kernzeit Tätige und für Interessierte aus Kirchengemeinden oder Vereinen.

Das aktuelle Programmheft ist erhältlich bei  Kirche+Bildung+Schule, Solitudestraße 5, 71638 Ludwigsburg, Tel. 07141 / 911 85 14, E-Mail schulpastoral.ludwigsburg@drs.de oder kann unter www.kbs-ludwigsburg.de heruntergeladen werden.

Anmeldeschluss 16. Januar 2026.

Was macht eigentlich… Bischof em. Gebhard Fürst?

Silber-Jubiläum für Gebhard Fürst, der in Bietigheim geboren und aufgewachsen ist: Vor 25 Jahren, am 17. September 2000, war er im Rottenburger Dom zum Bischof geweiht worden. Als er dann vor zwei Jahren 75 geworden ist, hat er – so ist es üblich bei katholischen Bischöfen – dem Papst seinen Rücktritt angeboten, der angenommen wurde. Seitdem ist er „Bischof emeritus“, was so viel heißt wie „ausgedienter Bischof“. Ich habe „Alt-Bischof“ Gebhard Fürst in seiner Stuttgarter Ruhestandswohnung besucht und als erstes gefragt, wie es ihm geht: “Es geht mir gut. Ich bin gut angekommen in meiner neuen Wohnung und Umgebung. Ja, mit 77 hat man so ein paar Alterswehwehchen, aber mit denen kann ich gut umgehen. Es geht mir also gesundheitlich gut, und meine Seele ist auch gut angekommen.“

Als Bischof hatte Gebhard Fürst im großzügigen Bischofshaus in Rottenburg gewohnt, hatte persönliche Referenten, Mitarbeiterinnen im Bischofsbüro, einen Fahrer – das alles hat er im Ruhestand nicht mehr: „Es fiel mir nicht leicht, und ich habe geahnt, dass es mir nicht leichtfallen wird, deshalb habe ich mich auch gut vorbereitet. Ich hatte schon lange überlegt, wohin ich ziehen werde, und mich auch darauf eingestellt, dass ich dann irgendwo wohnen werde, wo ich niemand mehr um mich herum habe und wo ich den Alltag selber gestalten und verantworten muss.“ Er hat sich eine Wohnung in einem neuen Quartier in Stuttgart gemietet, wo er sich inzwischen sehr wohl fühlt. Er wohnt im obersten Stockwerk und kann von seinem Balkon auf das künftige Rosensteinquartier und die Stuttgarter Innenstadt blicken.

Im Erdgeschoss hat eine Kita eröffnet, alle Nachbarwohnungen in den fünf Geschossen sind inzwischen bezogen. Als Gebhard Fürst letztes Jahr dort eingezogen ist, war er der erste Mieter im Gebäude: „Das war schon etwas eigenartig, dass ich da erfahren habe, ganz alleine in einem so großen Haus im fünften Stock. Das ist mir nicht so ganz leicht gefallen, da braucht man auch seine Zeit. Aber ich habe das hingebracht und bin eigentlich jetzt ganz froh darüber.“ Über eine Vermittlungsagentur hat er eine Haushaltshilfe gefunden, die ihm die Wohnung putzt, wäscht und Mittagessen kocht, Kleinigkeiten macht er sich selbst auf dem Herd oder in der Mikrowelle.

Eingezogen ist er Anfang Dezember 2024, auf einen Weihnachtsbaum hat er in der neuen Wohnung natürlich nicht verzichtet. Hinter der Leonhardskirche hat er bei einem Weihnachtsbaumverkauf einen Baum gekauft und ihn mit dem Auto bis zur Wohnung transportiert: „Ich habe dann den Weihnachtsbaum geschmückt, natürlich mit echten Bienenwachskerzen wie immer, für den Weihnachtsduft, die Krippe drunter gestellt und habe dann am Heiligabend ein bisschen Musik dazu gehört, das Weihnachtsevangelium für mich selber gelesen und dann später am Abend auch die Liturgie gefeiert.“

In einer benachbarten Kirchengemeinde hat der „Bischof emeritus“ seine Dienste als Priester angeboten, auch für das Gefühl, weiter gebraucht zu werden. Häufig wird er auch noch für besondere Gottesdienste in der ganzen Diözese angefragt. So war er an Pfingsten auch bei der Diakonenweihe in der Laurentiuskirche in Bietigheim dabei. Ebenso wichtig ist ihm, im Ruhestand nicht zu vereinsamen: „Da bin ich froh und dankbar, dass ich einen großen Freundes- und Bekanntenkreis habe. Die natürlich nicht jeden Tag bei mir in der Wohnung sitzen, aber wo ich mich darauf verlasse, dass die mich besuchen, mich nicht vergessen, dass ich sie auch mal besuche.“

Langweilig wird ihm also nicht im Ruhestand. Viele Bücher hat er in seine neue Wohnung mitgenommen, auch wenn er sich von vielen verabschieden musste, als er aus dem Rottenburger Bischofshaus ausgezogen ist: „Den Großteil konnte ich der Diözesanbibliothek geben. Und einen anderen Teil habe ich verschenkt, und einen ausgewählten Teil, da habe ich jedes Buch in die Hand genommen und dann zur Seite gelegt, dass ich das dann in die neue Wohnung mitnehmen konnte.“ Und wie viele Bücher davon hat er noch auf seiner Unbedingt-lesen-müssen-Liste? „Also, lesen muss ich gar keines mehr, aber ich habe viele Bücher, die ich noch lesen möchte.“ Z.B. bretonische Krimis, aber auch aktuelle politische: „Es geht mir natürlich auch sehr nach, wie unsere Gesellschaft sich entwickelt und wie das weltweit wird mit Trump und Co. und den politischen Konflikten und Kriegen.“

Sein großer Wunsch für die nächsten Ruhestandsjahre: „Ich wünsche mir natürlich, und da bitte ich auch den lieben Gott immer darum, dass meine seelische, geistige und leibliche Gesundheit mir so erhalten bleibt, dass ich in dieser Art, wie ich jetzt lebe, noch eine gute Zeit verbringen kann.“ Kein Terminzwang mehr, machen können, was man möchte – in diesem Punkt lebt der Alt-Bischof seinen Ruhestand so wie viele andere auch nach dem Arbeitsleben. Manche starten im Ruhestand auch zur großen Weltreise, hat er da Träume? „Das möchte ich vielleicht schon ein bisschen intensivieren, aber jetzt nicht so, dass ich da mal mit dem Campingbus irgendwo nach Kanada fahre, das habe ich jetzt nicht vor.“ Und als Rentner in den warmen Süden im Winter fliehen, wäre das was für ihn? „Nein, das kommt nicht in Frage, weil diese großen Festtage, also Weihnachtszeit, Osterzeit, auch das Pfingstfest, das möchte ich vor Ort feiern, und da einfach wegzufahren und nur irgendwie Freizeit zu machen, das wirft mich aus dem Kirchenjahr raus, und da lebe ich auch noch sehr intensiv damit.“

Über das Leben und die Amtszeit von Bischof Gebhard Fürst hat der frühere Pressesprecher der Diözese Rottenburg-Stuttgart Thomas Broch ein Buch verfasst, das im Schwabenverlag unter dem Titel „»Um unseres Heiles willen« – Gebhard Fürst – der Weg eines Bischofs“ erschienen ist. Darin werden auch die Kindheits- und Jugendjahre in Bietigheim beschrieben.

(Christian Turrey in der Weihnachts-Ausgabe des Gemeinde-Magazins compass)

Adventsliedersingen am 17. Dezember 2025 im Pfarrhaus von St. Laurentius

Herzliche Einladung zum Adventsliedersingen am Mittwoch, 17. Dezember 2025, ab 19.30 Uhr im Wohnzimmer des Pfarrhauses neben der Laurentiuskirche! Mit uns singt Renate Holzknecht-Schill, Organistin, Chorleiterin, Klavierpädagogin, Kammermusikerin, Korrepetitorin und Pianistin, die sich auch einen „Spontan-Chor“ im Advent zutraut.

Bild: Christiane Raabe
In: Pfarrbriefservice.de