Katholische Kirche Bietigheim verabschiedet Pfarrer Deckwart am Sonntag, 21. Juli 2024

Ihren langjährigen Pfarrer Roland Deckwart verabschiedet die Katholische Kirche Bietigheim-Bissingen am Sonntag, 21. Juli 2024, in einem Familiengottesdienst und beim anschließenden „GeMeindefest“. Deckwart geht nach fast 20 Jahren in den Ruhestand und wird nach Stuttgart umziehen. Im Familiengottesdienst in der St. Laurentiuskirche um 10.30 Uhr wird er von der katholischen Gesamtkirchengemeinde verabschiedet. Abschiedsworte werden auch Vertreter des katholischen Dekanats Ludwigsburg, der evangelischen Kirche in Bietigheim-Bissingen und der Stadt sprechen. Alle Gemeindemitglieder sind eingeladen, sich persönlich von Pfarrer Deckwart mit der Teilnahme am Gottesdienst und beim anschließenden Fest zu verabschieden.

Mit dem Ruhestand von Pfarrer Deckwart beginnt eine Vakanz in der katholischen Kirche von Bietigheim-Bissingen. Bis ein neuer Pfarrer in die Stadt kommt, wird als Administrator Pfarrer Jens-Uwe Schwab aus Freiberg Gottesdienste und andere pfarrliche Aufgaben übernehmen. Außerdem finden an den Wochenenden weniger Gottesdienste statt. Zahlreiche Gottesdienste werden auch von Aushilfspfarrern und von ausgebildeten Ehrenamtlichen geleitet.

Das Gemeindefest nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz findet auch diesmal wieder auf Spendenbasis statt, d.h. es werden zwar Preislisten für Gegrilltes, Getränke, Kaffee und Kuchen ausgehängt, aber keine Getränke- oder Essensbons verkauft. Stattdessen stehen nur Spendenboxen bereit, so dass jeder Festbesucher selbst entscheidet, wie viel ihm die Speisen und Getränke wert sind. Die Kirchengemeinde möchte damit auch Menschen das Fest ermöglichen, deren Geldbeutel etwas schmaler ist.

Benefizkonzert für Nicaragua erbrachte mehr als 1100 Euro

Das Sommer-Klassik-Benefizkonzert zugunsten eines Musik-Projekts in Nicaragua erbrachte mehr als 1100 Euro. Am Samstag, 22. Juni 2024, hatten beim Konzert in der Katholischen St. Laurentius-Kirche in Bietigheim-Bissingen diesmal gespielt: Das Orchester der Ellental-Gymnasien unter Leitung von Corinna Zimmermann, von der Musikschule Bietigheim-Bissingen das Jugendstreichorchester unter Leitung von Bojan Murov sowie das Gitarren-Orchester der Musikschule, geleitet von Bernd Gehlen. Der Erlös des Benefiz-Konzerts geht wieder an das Projekt „música en los barrios“. Dieses Projekt ermöglicht Kindern in den Armenvierteln (barrios) der nicaraguanischen Hauptstadt Managua Musikunterricht. Die Kinder erhalten durch diesen Unterricht neue Werte und Perspektiven.

Sicher unterwegs dank Drive-In-Segen am Samstag, 20. Juli 2024

Einen „Drive-In-Segen“ bietet die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius in Bietigheim-Bissingen erstmals am Samstag, 20. Juli 2024, an für Führerschein-Neulinge, Fahranfänger:innen, aber auch alle, die mit dem Auto oder anderen Fahrzeugen unterwegs sind. Vier Stunden lang von 14 bis 18 Uhr wird am Nachmittag des 20. Juli vor der Laurentiuskirche in der Nähe des Bietigheimer Krankenhauses eine Art Tor aufgebaut, durch das man mit dem Fahrzeug hindurchfährt, dann kurz stoppt und durch das Seitenfenster einen Segen zugesprochen bekommt: Für eine gute und unfallfreie Fahrt, für jemanden, der seinen Führerschein erst frisch gemacht hat, oder für jemanden, der in den Sommerferien zu einer größeren Fahrt in den Urlaub aufbricht.

Neben dem gesprochenen Segen gibt es noch einen kleinen kostenlosen Aufkleber mit dem Heiligen Christophorus drauf und der Aufschrift: „Komm heil an!“. Der Drive-In-Segen liegt zeitlich in der Nähe des Christophorus-Tages am 24. Juli. Der Heilige Christophorus ist der Schutzpatron aller, die im Verkehr unterwegs sind. Nach dem Segen kann man mit dem Fahrzeug hinter dem Laurentius-Denkmal um die Kurve wieder vom Kirchplatz fahren. Das Ganze erinnert durchaus an den Drive-In bei Schnellrestaurants, wo man auch kurz mit dem Auto vorfährt, seine Bestellung vom Auto aus aufgibt und sich dann das Bestellte abholt und weiterfährt.

Zum „Drive-In-Segen“ kann man spontan und ohne Voranmeldung vorbei kommen. Der „Drive-In-Segen“ wird gemeinsam veranstaltet von der Katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius und dem Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nähere Infos auch unter www.drive-in-segen.de.

Chorkonzert „Klangkunst im 21. Jahrhundert“ am 14. Juli 2024

Der Chor „Concerto Vocale“ lädt herzlich ein zu seinem Konzert unter dem Titel „Klangkunst im 21. Jahrhundert“. Es werden Werke von zeitgenössischen Komponisten wie M. Lauridsen, O. Gjeilo, A. Pärt, P. Vasks und anderen aufgeführt. Der Chor besteht aus ca. 25 Sängerinnen und Sängern mit Schwerpunkt auf weltlichem und geistlichem A-cappella-Gesang, der musikalisch differenziert und aufeinander abgestimmt die Werke interpretiert.

Daniel Joos ist der künstlerische Leiter des Chores. Er ist Lehrer am Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim. Er studierte Schulmusik und Dirigieren und besuchte hochkarätige Meisterkurse. Das Konzert findet statt am Sonntag, 14. Juli, 17:00 Uhr, in der St. Laurentiuskirche in Bietigheim. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Weniger Kirchenaustritte – Diözese stellt Statistik für 2023 vor

Zum Stichtag am 31. Dezember 2023 zählte die Diözese Rottenburg-Stuttgart 1.617.010 Katholikinnen und Katholiken (2022: 1.661.702) und ist damit nach Köln und Münster weiterhin die drittgrößte in Deutschland. Die Zahl der Kirchenaustritte lag im vergangenen Jahr bei 29.973 (2022: 39.736).

Diözesanadministrator Dr. Clemens Stroppel hält angesichts dieser Entwicklung fest: „Die Austrittszahlen sind in unserer Diözese 2023 zwar um knapp 25 Prozent zurückgegangen, dennoch tut die Gesamtzahl und jeder einzelne Austritt weh. Die Krisen unserer Welt und Zeit verunsichern und fordern alle Kräfte der Gesellschaft zu zukunftsfähigen Antworten heraus. Sie öffnen für viele Menschen auch Fragen nach dem Grund und Sinn unseres Lebens in dieser Welt in Aufruhr. Kirche kann mit der frohen Botschaft des in dieser Welt Mensch gewordenen einen unverzichtbaren Beitrag der Hoffnung, des Vertrauens und der Solidarität einbringen. Für unzählige Menschen leistet Kirche vielfältig ganz konkrete Lebensunterstützung und -hilfe.“

Der für Kirchenentwicklung in der Diözese zuständige Weihbischof Matthäus Karrer fügt hinzu, dass der abnehmenden Kirchenbindung vieler Menschen vor allem mit der Förderung des Gemeinwohls und der Orientierung an der Seelsorge begegnet werden müsse. Er nennt vier Projekte, die sich an diesem Leitsatz orientieren und mit denen die Diözese versucht, „einen anderen Weg des Kircheseins zu gestalten“: In der Stuttgarter Station „S“ – einem Ort der Stille und des Krafttankens inmitten der Landeshauptstadt – werde durch ein vielfältiges Angebot auf die Sehnsucht nach geistlicher Nahrung und spiritueller Unterstützung vieler Menschen reagiert. „Und das in einer offenen, aber auch christlich geprägten Art und Weise.“ Zweitens gebe es bei Wohnquartier-Projekten, zum Beispiel in Sindelfingen, Tettnang und Stuttgart-Birkach, Unterstützung beim Knüpfen zwischenmenschlicher, nachbarschaftlicher Kontakte für ein generationenübergreifendes Miteinander, das alle Bewohner:innen mitnimmt. Und durch die Förderung guter Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement in und außerhalb der Kirche werde drittens diözesanweit an vielen Orten sozialer Vereinzelung entgegengearbeitet und die Grundlage für ein gelingendes ehrenamtliches Engagement geschaffen. „Die jüngste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, die gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche herausgebracht wurde, hat zudem gezeigt, dass von uns als Kirche vor allem Seelsorge gefragt ist, besonders in Notsituationen“, sagt Karrer. Mit diesem Wissen biete die Diözese als weiteres Projekt einen „Schnupperkurs Seelsorge“ an, der allen Interessierten offensteht und ihnen spirituelle, geistliche Kompetenzen für das eigene Leben an die Hand gibt.

Der Weihbischof fasst zusammen: „Gemeinwohl-orientiert, Seelsorge-orientiert und engagementfreundlich uns auf den Weg zu machen. Damit können wir vielleicht die eine oder den anderen in die Kirche hineinnehmen oder wieder neu an die Kirche binden.“ Dies unterstreicht auch Diözesanadministrator Dr. Stroppel, der betont, dass die Kirche „jedes einzelne Mitglied“ braucht, denn „miteinander können wir für viele viel Lebensförderliches schützen und tun“. Und der Administrator der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt hinzu: „Ich danke von Herzen allen, die dabeibleiben und kirchliches Leben mittragen. Mitchristinnen und -christen, die aus welchen Gründen auch immer ausgetreten sind und dennoch unseren christlichen Glauben und unsere Werte teilen, lade ich gerne ein, zurückzukehren. Wir sind miteinander und zum Wohl aller unserer Mitmenschen auf alle angewiesen, die mitglauben, die mitfeiern und mithelfen.“

Die Statistik:

Taufen:  10.718 (2022: 12.638 / 2021: 11.574 / 2020: 8274 / 2019:12.801)
Trauungen: 2.294 (2022: 2.901 / 2021: 1.653 / 2020: 884 / 2019: 3079)
Erstkommunionkinder: 12.437 (2022: 13.719 / 2021: 13.549 / 2020: 10.912 / 2019: 13.980)
Firmlinge: 11.028 (2022: 10.390 / 2021: 14.386 / 2020: 4495 / 2019:12.877)
Sonntagsgottesdienste: 1.471 (2022: 1.500 / 2021: 1.456 / 2020: 1.487 / 2019: 1.624)
Bestattungen: 16.742 (2022: 17.862 / 2021: 17.889 / 2020: 17.758 / 2019: 17.100)

Staunen über Gottes gute Schöpfung – Kinderkirche in St. Laurentius am 30. Juni

Endlich ist der Sommer da – Sonnenschein, Badewetter, reifes Korn, bunte Blumen im Garten. “Über Gottes gute Schöpfung staunen” ist das Thema bei der Kinderkirche am Sonntag, 30. Juni 2024, um 10.30 Uhr im Turmzimmer neben der Laurentiuskirche. Eingeladen sind alle Kinder, sie dürfen gerne mit ihren Eltern kommen oder alleine. Die erste halbe Stunde ist Kinderkirche, dann gehen alle Kinder zum “großen” Gottesdienst in die benachbarte Laurentiuskirche. Ihr seid willkommen, herzliche Einladung! Anschließend sind alle eingeladen in den neu angelegten Plaudergarten zwischen Sakristei und Gemeindehaus zum Weißwurstfrühstück.

Foto: Peter Weidemann

in: pfarrbriefservice.de

Familientag auf dem Familienmartinusweg im Bietigheimer Forst am 15. Juni 2024

Eine Entdeckungsreise durch den Wald können Familien am Samstag, 15. Juni 2024, auf dem Familienmartinusweg im Bietigheimer Forst erleben. Der Familientag findet von 10 bis 12 Uhr statt und wird von Otto Abele von der Martinusgemeinschaft im Landkreis Ludwigsburg gestaltet.

Ein Baum im Wald. Was meint ihr? Ist er einsam oder teilt der Baum sein Wasser mit den anderen Bäumen? Kann der Baum „sprechen“ und wie „redet“ er mit den Bäumen in seiner Umgebung? Wie wachsen die kleinen Bäume und werden gemeinsam größer? Wie schützen sich die Blätter vor der Sonne und wie atmet der Baum? Diese Fragen werden spielerisch beim Familientag beantwortet.

Anmeldung wird gewünscht bis 13.06.2024 bei der Katholischen Dekanatsgeschäftsstelle Ludwigsburg, Tel. 07141/9618-10, dekanat.ludwigsburg@drs.de. Nähere Infos zum Tag auch auf der Homepage des Dekanats.

Familientag

 

Sommer-Klassik-Benefizkonzert für Nicaragua am 22. Juni 2024

Das Sommer-Klassik-Benefizkonzert zugunsten eines Musik-Projekts in Nicaragua findet auch in diesem Jahr wieder statt, und zwar am Samstag, 22. Juni 2024, ab 19 Uhr in der Katholischen St. Laurentius-Kirche in Bietigheim(-Bissingen) in der Nähe vom Krankenhaus. Das Konzert findet in der Kirche statt, auf dem Kirchplatz davor gibt es ein festliches Buffet und eine Cocktailbar. Es spielen diesmal das Ellental-Orchester, von der Musikschule Bietigheim-Bissingen das Jugendstreichorchester sowie das Gitarren-Orchester der Musikschule.

Der Erlös des Benefiz-Konzerts geht wieder an das Projekt „música en los barrios“. Dieses Projekt ermöglicht Kindern in den Armenvierteln (barrios) der nicaraguanischen Hauptstadt Managua Musikunterricht. In diesem Projekt hat der Bietigheimer Abiturient Ferdinand Banaditsch ein Jahr lang als Freiwilliger gearbeitet. Er hat mit der Organisation „Pan y Arte“ („Brot und Kunst“) Kindern aus armen Familien Musikunterricht gegeben und mit ihnen musiziert, gespielt, getanzt und gesungen. Kinder, die sich ohne diese Hilfe aus Deutschland keine musikalische und künstlerische Bildung leisten könnten.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden für das Musik-Projekt in Nicaragua wird gebeten. Begrenzte Parkmöglichkeiten gibt es an der Kirche sowie im Parkhaus am Krankenhaus in der Uhlandstraße.

Fronleichnamsfest unter freiem Himmel am 30. Mai 2024

Einmal im Jahr feiern die katholischen Christen das „Hochfest vom Leib des Herrn“ – Fronleichnam. Daran erinnert auch der Name des Festes; denn die mittelhochdeutschen Wörter „vron“ und „licham“ bedeuten übersetzt „Herr“ und „Leib“. Dieses Fest, das immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert wird, knüpft damit an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahles, den Gründonnerstag, an. In Bietigheim-Bissingen feiern die katholischen Gemeinden dieses Fest wieder als großes Fest der Katholischen Kirche gemeinsam unter freiem Himmel. Neben den drei Gemeinden St. Laurentius in Bietigheim, Zum Guten Hirten in Bissingen und St. Johannes in Bietigheim-Buch laden auch die muttersprachlichen Gemeinden der italienischen und kroatischen Katholiken am Donnerstag, 30. Mai 2024, um 9.30 Uhr zum feierlichen Festgottesdienst am Dreschschuppen beim Viadukt ein.

Die anschließende Prozession, bei der in einer Monstranz das Heilige Brot als Zeichen der Gegenwart Christi mitgetragen wird, führt durch die Holzgartenstraße, über die Hauptstraße und die Enzbrücke zum Stationsaltar am Enzpavillon. An diesem mit einem Blumenteppich geschmückten Altar wird für Meditation, Gebete und Lieder innegehalten.

Nach dem Ende der Prozession am Dreschschuppen beginnt dort das große Fronleichnamsfest aller Gemeinden mit viel Musik, Getränken und Spezialitäten aus der deutschen, italienischen und kroatischen Küche wie Grillhähnchen, Pizza und Cevapcici. Das Fest findet auch diesmal wieder auf Spendenbasis mit einer so genannten „Vertrauenskasse“ statt, d.h. es werden zwar Preislisten für Gegrilltes, Getränke, Kaffee und Kuchen ausgehängt, aber keine Getränke- oder Essensbons verkauft. Stattdessen stehen nur Spendenboxen bereit, so dass jeder Festbesucher selbst entscheidet, wie viel ihm die Speisen und Getränke wert sind. Der Erlös des gesamten Festes geht an ein Projekt in Lateinamerika, das von der katholischen Kirche in Bietigheim-Bissingen seit Jahren unterstützt wird: „Música en los barrios“ ermöglicht Kindern in den Armenvierteln (barrios) der nicaraguanischen Hauptstadt Managua Musikunterricht.

 

Infoblatt_fronleichnam_2024

plakat_fronleichnam_01

 

Bild: Gabriele Trägner-Friedrich
In: Pfarrbriefservice.de

Initiative „Stolpersteine in Bietigheim-Bissingen“

Liebe Interessierte an den Stolpersteinen in Bietigheim-Bissingen,

am kommenden Donnerstag, 16. Mai 2024, findet um 14 Uhr vor dem Haus des T4-Opfers Emma Sophie Grözinger, Burgstraße 9 in Bissingen die Verlegung des 10. Stolperstein in Bietigheim-Bissingen statt.

Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein.

000 Einladungsflyer Sofie Grözinger hinten

Emma Sofie Grözinger wurde im Rahmen der T4-Aktion in Grafeneck ermordet. Seit zehn Jahren ist die Stolperstein-Initiative aktiv und verlegt den zehnten Stein. Die drei Engagierten, Sonja Eisele, Christian Hofmann und Thomas Reusch-Frey konnten den Stolperstein für Emma Sofie Grözinger bereits in Empfang nehmen.

Angesichts der vielen Termine bei Gunter Demnig, dem Erfinder des inzwischen größten dezentralen Mahnmals mit rund 100.000 Steinen in 31 Nationen, wird der Künstler nicht persönlich vor Ort sein. Verlegt wird der Stolperstein durch einen Auszubildenden der Bietigheimer Gartengestaltung. „Damit verbinden wir das früher Geschehene mit der jungen Generation“, betont der Stolpersteininitiator Thomas Reusch-Frey. Dazu gehört auch, dass Schülerinnen und Schüler aus den oberen Klassen der Waldschule zusammen mit dem Schulleiter Markus Nutz und dem Fachlehrer Giacomo Rockenfeller mitwirken. Sie tragen die wichtigsten Fakten vor, die mit dem Thema Euthanasie im Nationalsozialismus und mit der Vernichtungsanstalt Grafeneck zusammenhängen. Auch die Cajon-Gruppe der Waldschule wird mit rhythmischen Stücken zu hören sein.

Eröffnet wird die Reihe der Grußworte durch Oberbürgermeister Jürgen Kessing, der seit dem ersten Wirken der Stolpersteingruppe die Schirmherrschaft übernommen hat. Das Kernstück Feierlichkeit bildet die Verlegung mit dem Vortrag der Biografie von Emma Sofie Grözinger. Hierzu haben Christian Hofmann, der als Archivar im Landesarchiv Baden-Württemberg arbeitet, zusammen mit Sonja Eisele vom Stadtarchiv intensiv recherchiert.                                                                                                                   Den obligatorischen Beitrag für die Kirche übernimmt Marcus Timmermann, Vorsitzender des Kirchengemeinderats der Kirche zum Guten Hirten. Weil Sofie Grözinger zeitweise auch in der ehemaligen Landesfürsorgeanstalt in Markgröningen war, wird für die Habila und den Arbeitskreis Mahnmal Markgröningen Marc Haiber sprechen, der Betriebsrat bei der Habila und Mitglied des Arbeitskreises Mahnmal Markgröningen ist.

Bei allen drei zurückliegenden Stolpersteinverlegungen in Bietigheim-Bissingen war die Lebenshilfe mit eingebunden. Auch dieses Mal gibt es ein Grußwort von Bernhard List, dem Vorsitzenden der Lebenshilfe Ludwigsburg. Er wird begleitet von der Einrichtungsleiterin Cora Wolpert und einigen Bewohnern der Karl-Mai-Allee. Den Abschluss der Feierlichkeit macht Antje Niemann-Röhm, Vorstandsmitglied vom benachbarten Tafelladen.

Info:

Auch für den zehnten Stolperstein gibt es eine Patenschaft. Marcus Timmermann wird regelmäßig nach dem Stein schauen und ihn entsprechend putzen. Die Stolpersteininitiative blickt schon auf das Stadtjubiläum im nächsten Jahr. Hierzu läuft bereit die Anfrage für die Verlegung des elften Stolpersteins. Die Zusage, dass Gunter Demnig diese Verlegung persönlich durchführt, liegt bereits vor. Der Termin wird in der zweiten Mai-Hälfte 2025 sein.