Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 17 Uhr laden die „Jungen Solisten Stuttgart e.V.“ zu einem Konzert in der Katholischen Kirche St. Johannes in Bietigheim-Bissingen ein. Das Ensemble beeindruckte bereits in der Vergangenheit Bietigheim-Bissingen mit seiner hohen Energie und Qualität und begeisterte dabei stets ihr Publikum. Nun kommt einer der Cellisten des Ensembles, Marc Strokov, und spielt die 2.te Solo-Suite für Cello von Johann Sebastian Bach.
Marc Strokov gewann zuletzt im selben Jahr in vier verschiedenen Kategorien erste Bundespreise mit Höchstpunktzahl beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Neben seinen solistischen Auftritten führten Konzerttourneen den jungen Cellisten, der sich noch im Schulalter befindet, vom Wiener Musikverein bis hin in die USA. Nun kommt er nach Bietigheim-Bissingen. Der Eintritt ins Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.
Die Jungen Solisten Stuttgart e.V. wurden 2024 mit dem Ziel der Förderung junger musikalischer Talente gegründet und konnten bereits in verschiedenen Konzerten in der Region auf sich aufmerksam machen. Sie ernten dabei für ihre hohe Qualität und Energie stets großen Applaus. Neben ihren kleineren Programmen mit Ensemble treten sie auch öfters als großes Sinfonieorchester auf, und konnten dabei schon gemeinsam mit professionellen Musikern in Sälen wie der renommierten Liederhalle in Stuttgart auftreten. Die Mitglieder der Gruppe sind allesamt mehrfache internationale Preisträger verschiedenster Wettbewerbe.
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2026/01/bach-7687260_1280-e1768153190959.jpg6401280Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2026-01-11 18:40:012026-01-11 18:40:01Bachs bekannte Cello-Suite in St. Johanneskirche Bietigheim-Buch am 18. Januar 2026
Wer schon immer wissen wollte, was zwei Tauben, das Jesuskind und eine Prophetin miteinander zu tun haben, sollte am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 19 Uhr ins Gemeindehaus der Evangelischen Friedenskirche in Bietigheim-Sand, Bolzstraße 14, kommen. Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerks aus Stuttgart, wird mit einer besonderen Methode der Bibelarbeit diese biblische Geschichte neu erschließen. Sie schreibt dazu als Vorankündigung:
Zu den Erzählungen rund um die Geburt gehört auch ein erster Besuch im Tempel (Lukas 2,22-40). Noch als Baby wird Jesus von seinen Eltern ein erstes Mal in den Tempel getragen. Maria und Josef bringen die üblichen Opfergaben mit: Zwei Tauben. Soweit alles normal. Dann aber erscheinen der alte Simeon und die Prophetin Hanna. Simeon wird vom Geist in den Tempel geführt, Hanna ist schon da. Simeon spricht ein berühmtes Gebet und davon, dass jetzt das Heil beginnt. Die Prophetin spricht zum Volk, zu allen, die auf Erlösung warten. Ihre Worte sind nicht ausformuliert wie das Gebet von Simeon. Aber gerade diese Lücke lädt zum gemeinsamen Nachsinnen ein… Auch ihre Biographie lädt zu weiteren Fragen ein.
Wir werden diese Geschichte von Hanna und Simeon und der heiligen Familie gemeinsam entdecken. Dabei hilft uns die Methode des Bibliologs, um verschiedenste Facetten in Sprache zu bringen. In einem Bibliolog sind alle eingeladen, sich intensiv mit einzelnen Personen des biblischen Textes zu identifizieren und aus diesen Rollen heraus ihre Perspektiven einzubringen. Keine Sorge: Jeder darf, keiner muss – ist die wichtigste „Spielregel“ dabei.
Der Abend dauert etwa zwei Stunden von 19 bis 21 Uhr, die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro. Herzliche Einladung!
Bild: Friedbert Simon
In: Pfarrbriefservice.de
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2026/01/15740_darstellung_01_st_burkard_wue_by_friedbert_simon_pfarrbriefservice-e1768150371295.jpg7501500Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2026-01-11 17:53:022026-01-11 17:53:02Zwei Tauben, ein Jesuskind und eine Prophetin – Ökum. Werkstatt Theologie am Mittwoch, 14. Januar 2026
Über das Sternsingen als „Engagement im Wandel“ berichtet die Bietigheimer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 5. Januar 2026, illustriert mit einem Foto von den Sternsingern in der Gemeinde St. Johannes. Der Artikel findet sich hier.
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2026/01/media.media_.c6483abc-60d6-49c8-bde3-efb4549ce07d.original700-e1767659103120.jpg350700Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2026-01-06 01:25:162026-01-06 01:25:16Bietigheimer Zeitung berichtet über das Sternsingen in Bietigheim-Bissingen
„Die Sternsinger kommen!“ heißt es in den Tagen um den 6. Januar, dem Dreikönigstag, auch wieder in den katholischen Kirchengemeinden der Stadt Bietigheim-Bissingen. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+26“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
Anfang 2025 haben die Sternsinger in Bietigheim-Bissingen über 10.000 Euro gesammelt. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion rund um den Jahreswechsel ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt.
Mehr als 1,4 Milliarden Euro sammelten die Sternsingerinnen und Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. 2015 erfolgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.
Die Sternsinger in Bietigheim-Bissingen werden am Sonntag, 4. Januar 2026, im Gottesdienst um 11 Uhr in der St. Johanneskirche ausgesandt und zu den Menschen geschickt. Auch am Dreikönigstag selbst, am 6. Januar, sind Sternsinger in den Gottesdiensten um 9.30 Uhr in der Bietigheimer St. Laurentiuskirche und um 9.30 Uhr in der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Bissingen dabei.
In der Stadt-Gemeinde St. Laurentius sind die Sternsinger dann am 6. Januar unterwegs, in St. Johannes in Bietigheim-Buch bereits am 4. und 5. Januar, jeweils ab 14.00 Uhr. In Bissingen besuchen die Sternsinger von Zum Guten Hirten am 4. und 5. Januar die einzelnen Haushalte der Gemeinde. Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, sollte sich in den Gemeindebüros anmelden oder einen farbigen Zettel ausfüllen, der dem Gemeindemagazin „compass“ beilag, das vor Weihnachten an alle katholischen Haushalte in der Stadt kostenlos verteilt wurde. Neben den Geldspenden für das Kinderhilfswerk der Sternsinger bekommen die Sternsinger oft auch Süßigkeiten für ihren Einsatz gespendet, von denen sie freiwillig einen Teil an den Tafelladen in Bietigheim-Bissingen abgeben.
Als Heilige Drei Könige verkleidet bringen Kinder rund um den Dreikönigstag am 6. Januar den Segen für das neue Jahr zu den Menschen und sammeln dabei wieder für Not leidende Kinder in aller Welt. Die Sternsinger aus den katholischen Gemeinden in Bietigheim-Bissingen beteiligen sich damit an der bundesweiten Sternsinger-Aktion, bei der Anfang 2025 rund 48 Millionen Euro gesammelt wurden.
… und damals
Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Zuerst wurde er in Klöstern und Gymnasien von Bischofsstädten bekannt. Als Könige verkleidet, zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. 1958 griff das Päpstliche Kindermissionswerk den Brauch auf und gab ihm ein neues Ziel: Die Spenden der Aktion sind für Kinder in Not im globalen Süden bestimmt.
Was machen die Sternsinger?
Die Kinder singen an den Türen und in den Häusern Lieder und sagen einen gereimten Text auf, der von den Heiligen Drei Königen handelt. Sie schreiben mit Kreide „20*C+M+B+26“ über oder an die Türen. Die Zahl steht für das Jahr, die drei Buchstaben für die Anfangsbuchstaben des lateinischen Segenswunsches „Christus Mansionem Benedicat“, auf deutsch „Christus möge dieses Haus segnen“.
Gab es die Heiligen Drei Könige wirklich?
In der Bibel ist nicht von Königen die Rede, sondern von Magiern oder Sterndeutern, die sich auf den Weg zur Krippe machen. Diese Gelehrten hatten damals eine besondere Sternenstellung entdeckt und deuteten sie so, dass der neue Herrscher der Welt in Palästina geboren worden war. Sie zogen – laut Matthäus-Evangelium – vom Morgenland, damit könnte ein Gebiet im heutigen Irak gemeint sein, nach Bethlehem. Mehr Infos unter www.heilige-dreikoenige.de.
Was bedeuten die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?
Gold steht für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe für den sterblichen Menschen; denn das Baumharz Myrrhe war wichtig bei der Einbalsamierung von Toten zur Zeit Jesu. Mit diesen drei Geschenken machten die Könige deutlich: Der neugeborene Jesus ist für uns König, Gott und Mensch zugleich.
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2022/11/sternsinger_by_Christiane_Raabe_pfarrbriefservice-1-scaled-e1668636187330.jpg12802560Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2025-12-29 12:44:122025-12-29 12:57:15Sternsingen gegen Kinderarbeit – Sternsinger in Bietigheim-Bissingen unterwegs zu den Menschen
„So spricht der Herr: Wenn die Tage vorüber sind, werde ich nach euch sehen“ (Jer 29,10)
Es sind vor allem die Kinder, die die Tage vor Weihnachten zählen und am Adventskalender Türen öffnen, mit jedem Tag eine Tür mehr. ‚Ich werde nach dir sehen, ich schaue nach dir‘, das meint: Ich will für dich sorgen, es ist mir nicht gleichgültig, wie es um dich steht. Ich schaue nach dir. Von Gott ist hier die Rede, der nach uns schaut, sich um uns sorgt.
Wenn Gott nach uns schaut, kommt er uns nah. Sehr nah. Näher als uns bewusst ist. In letzter Konsequenz führt ihn seine Liebe zur Menschwerdung. An Weihnachten begibt sich Gott auf Augenhöhe zu uns Menschen, um als Mensch unter Menschen zu sein. In Augenhöhe macht er sich mit allem vertraut, was uns Sorge und Kummer bereitet,was uns das Leben schwer macht.
Um uns nicht aus den Augen zu verlieren,wird Gott Mensch, Blickkontakt zu halten, gerade wenn es schwer und dunkel wird um uns. An Weihnachten werden wir diesen Augenblick Gottes feiern. Gott schaut nach uns. Blick-Kontakt ist möglich im Kind in der Krippe.
Und Weihnachten ist erst der Anfang. Sein Weg führt von der Krippe zum Kreuz. Am Karfreitag ist Jesus auf Augenhöhe mit uns sterblichen Menschen geblieben. Wer die Augen hier vor dem Leid verschließt, verliert Gott aus den Augen. Und als Jesus beerdigt wurde, hat er sich – in Grabestiefe – sogar auf Augenhöhe mit unseren Toten begeben. Weiter kann uns Gott nicht entgegenkommen und tiefer kann er sich nicht beugen.
Nach Ostern ist es dann der Blick des Auferstandenen, der den Tod hinter sich gelassen hat.Diesseits und jenseits der Todesgrenze trifft uns der Blick Gottes, er verliert uns nicht aus den Augen,auch und gerade im Tod hält er Blickkontakt mit uns mit seinem liebevollen Blick.
„Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, so erhöre ich euch.“ (Jer 29,12)
Gott lässt sich blicken im Kind in der Krippe und er lässt sich ansprechen, er lässt sich rufen. Er befindet sich in Rufweite, uns nah. Das macht Hoffnung und schenkt Zuversicht. Unser Suchen und Rufen läuft nicht ins Leere. Gottes Liebe lässt aufleben. Und Weihnachten ist erst der Anfang.
(Ein Wort von Pastoralreferent Rolf Briehl, Bietigheim-Bissingen, zuerst veröffentlicht im Weihnachts-compass 2025)
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251224_232111-scaled-e1766623732949.jpg11562313Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2025-12-25 01:49:082025-12-25 01:49:50Auf Augenhöhe – Gott wird Mensch
Bachs bekannte Cello-Suite in St. Johanneskirche Bietigheim-Buch am 18. Januar 2026
Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 17 Uhr laden die „Jungen Solisten Stuttgart e.V.“ zu einem Konzert in der Katholischen Kirche St. Johannes in Bietigheim-Bissingen ein. Das Ensemble beeindruckte bereits in der Vergangenheit Bietigheim-Bissingen mit seiner hohen Energie und Qualität und begeisterte dabei stets ihr Publikum. Nun kommt einer der Cellisten des Ensembles, Marc Strokov, und spielt die 2.te Solo-Suite für Cello von Johann Sebastian Bach.
Marc Strokov gewann zuletzt im selben Jahr in vier verschiedenen Kategorien erste Bundespreise mit Höchstpunktzahl beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Neben seinen solistischen Auftritten führten Konzerttourneen den jungen Cellisten, der sich noch im Schulalter befindet, vom Wiener Musikverein bis hin in die USA. Nun kommt er nach Bietigheim-Bissingen. Der Eintritt ins Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.
Die Jungen Solisten Stuttgart e.V. wurden 2024 mit dem Ziel der Förderung junger musikalischer Talente gegründet und konnten bereits in verschiedenen Konzerten in der Region auf sich aufmerksam machen. Sie ernten dabei für ihre hohe Qualität und Energie stets großen Applaus. Neben ihren kleineren Programmen mit Ensemble treten sie auch öfters als großes Sinfonieorchester auf, und konnten dabei schon gemeinsam mit professionellen Musikern in Sälen wie der renommierten Liederhalle in Stuttgart auftreten. Die Mitglieder der Gruppe sind allesamt mehrfache internationale Preisträger verschiedenster Wettbewerbe.
Zwei Tauben, ein Jesuskind und eine Prophetin – Ökum. Werkstatt Theologie am Mittwoch, 14. Januar 2026
Wer schon immer wissen wollte, was zwei Tauben, das Jesuskind und eine Prophetin miteinander zu tun haben, sollte am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 19 Uhr ins Gemeindehaus der Evangelischen Friedenskirche in Bietigheim-Sand, Bolzstraße 14, kommen. Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerks aus Stuttgart, wird mit einer besonderen Methode der Bibelarbeit diese biblische Geschichte neu erschließen. Sie schreibt dazu als Vorankündigung:
Zu den Erzählungen rund um die Geburt gehört auch ein erster Besuch im Tempel (Lukas 2,22-40). Noch als Baby wird Jesus von seinen Eltern ein erstes Mal in den Tempel getragen. Maria und Josef bringen die üblichen Opfergaben mit: Zwei Tauben. Soweit alles normal. Dann aber erscheinen der alte Simeon und die Prophetin Hanna. Simeon wird vom Geist in den Tempel geführt, Hanna ist schon da. Simeon spricht ein berühmtes Gebet und davon, dass jetzt das Heil beginnt. Die Prophetin spricht zum Volk, zu allen, die auf Erlösung warten. Ihre Worte sind nicht ausformuliert wie das Gebet von Simeon. Aber gerade diese Lücke lädt zum gemeinsamen Nachsinnen ein… Auch ihre Biographie lädt zu weiteren Fragen ein.
Wir werden diese Geschichte von Hanna und Simeon und der heiligen Familie gemeinsam entdecken. Dabei hilft uns die Methode des Bibliologs, um verschiedenste Facetten in Sprache zu bringen. In einem Bibliolog sind alle eingeladen, sich intensiv mit einzelnen Personen des biblischen Textes zu identifizieren und aus diesen Rollen heraus ihre Perspektiven einzubringen. Keine Sorge: Jeder darf, keiner muss – ist die wichtigste „Spielregel“ dabei.
Der Abend dauert etwa zwei Stunden von 19 bis 21 Uhr, die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro. Herzliche Einladung!
Bild: Friedbert Simon
In: Pfarrbriefservice.de
Bietigheimer Zeitung berichtet über das Sternsingen in Bietigheim-Bissingen
Über das Sternsingen als „Engagement im Wandel“ berichtet die Bietigheimer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 5. Januar 2026, illustriert mit einem Foto von den Sternsingern in der Gemeinde St. Johannes. Der Artikel findet sich hier.
Sternsingen gegen Kinderarbeit – Sternsinger in Bietigheim-Bissingen unterwegs zu den Menschen
„Die Sternsinger kommen!“ heißt es in den Tagen um den 6. Januar, dem Dreikönigstag, auch wieder in den katholischen Kirchengemeinden der Stadt Bietigheim-Bissingen. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+26“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
Anfang 2025 haben die Sternsinger in Bietigheim-Bissingen über 10.000 Euro gesammelt. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion rund um den Jahreswechsel ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt.
Mehr als 1,4 Milliarden Euro sammelten die Sternsingerinnen und Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. 2015 erfolgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.
Die Sternsinger in Bietigheim-Bissingen werden am Sonntag, 4. Januar 2026, im Gottesdienst um 11 Uhr in der St. Johanneskirche ausgesandt und zu den Menschen geschickt. Auch am Dreikönigstag selbst, am 6. Januar, sind Sternsinger in den Gottesdiensten um 9.30 Uhr in der Bietigheimer St. Laurentiuskirche und um 9.30 Uhr in der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Bissingen dabei.
In der Stadt-Gemeinde St. Laurentius sind die Sternsinger dann am 6. Januar unterwegs, in St. Johannes in Bietigheim-Buch bereits am 4. und 5. Januar, jeweils ab 14.00 Uhr. In Bissingen besuchen die Sternsinger von Zum Guten Hirten am 4. und 5. Januar die einzelnen Haushalte der Gemeinde. Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, sollte sich in den Gemeindebüros anmelden oder einen farbigen Zettel ausfüllen, der dem Gemeindemagazin „compass“ beilag, das vor Weihnachten an alle katholischen Haushalte in der Stadt kostenlos verteilt wurde. Neben den Geldspenden für das Kinderhilfswerk der Sternsinger bekommen die Sternsinger oft auch Süßigkeiten für ihren Einsatz gespendet, von denen sie freiwillig einen Teil an den Tafelladen in Bietigheim-Bissingen abgeben.
Weitere Infos zur Sternsingeraktion: www.sternsinger.de.
Hintergrundinformationen zur Sternsingeraktion:
Sternsinger heute …
Als Heilige Drei Könige verkleidet bringen Kinder rund um den Dreikönigstag am 6. Januar den Segen für das neue Jahr zu den Menschen und sammeln dabei wieder für Not leidende Kinder in aller Welt. Die Sternsinger aus den katholischen Gemeinden in Bietigheim-Bissingen beteiligen sich damit an der bundesweiten Sternsinger-Aktion, bei der Anfang 2025 rund 48 Millionen Euro gesammelt wurden.
… und damals
Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Zuerst wurde er in Klöstern und Gymnasien von Bischofsstädten bekannt. Als Könige verkleidet, zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. 1958 griff das Päpstliche Kindermissionswerk den Brauch auf und gab ihm ein neues Ziel: Die Spenden der Aktion sind für Kinder in Not im globalen Süden bestimmt.
Was machen die Sternsinger?
Die Kinder singen an den Türen und in den Häusern Lieder und sagen einen gereimten Text auf, der von den Heiligen Drei Königen handelt. Sie schreiben mit Kreide „20*C+M+B+26“ über oder an die Türen. Die Zahl steht für das Jahr, die drei Buchstaben für die Anfangsbuchstaben des lateinischen Segenswunsches „Christus Mansionem Benedicat“, auf deutsch „Christus möge dieses Haus segnen“.
Gab es die Heiligen Drei Könige wirklich?
In der Bibel ist nicht von Königen die Rede, sondern von Magiern oder Sterndeutern, die sich auf den Weg zur Krippe machen. Diese Gelehrten hatten damals eine besondere Sternenstellung entdeckt und deuteten sie so, dass der neue Herrscher der Welt in Palästina geboren worden war. Sie zogen – laut Matthäus-Evangelium – vom Morgenland, damit könnte ein Gebiet im heutigen Irak gemeint sein, nach Bethlehem. Mehr Infos unter www.heilige-dreikoenige.de.
Was bedeuten die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?
Gold steht für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe für den sterblichen Menschen; denn das Baumharz Myrrhe war wichtig bei der Einbalsamierung von Toten zur Zeit Jesu. Mit diesen drei Geschenken machten die Könige deutlich: Der neugeborene Jesus ist für uns König, Gott und Mensch zugleich.
Auf Augenhöhe – Gott wird Mensch
„So spricht der Herr: Wenn die Tage vorüber sind, werde ich nach euch sehen“ (Jer 29,10)
Es sind vor allem die Kinder, die die Tage vor Weihnachten zählen und am Adventskalender Türen öffnen, mit jedem Tag eine Tür mehr. ‚Ich werde nach dir sehen, ich schaue nach dir‘, das meint: Ich will für dich sorgen, es ist mir nicht gleichgültig, wie es um dich steht. Ich schaue nach dir. Von Gott ist hier die Rede, der nach uns schaut, sich um uns sorgt.
Wenn Gott nach uns schaut, kommt er uns nah. Sehr nah. Näher als uns bewusst ist. In letzter Konsequenz führt ihn seine Liebe zur Menschwerdung. An Weihnachten begibt sich Gott auf Augenhöhe zu uns Menschen, um als Mensch unter Menschen zu sein. In Augenhöhe macht er sich mit allem vertraut, was uns Sorge und Kummer bereitet, was uns das Leben schwer macht.
Um uns nicht aus den Augen zu verlieren, wird Gott Mensch, Blickkontakt zu halten, gerade wenn es schwer und dunkel wird um uns. An Weihnachten werden wir diesen Augenblick Gottes feiern. Gott schaut nach uns. Blick-Kontakt ist möglich im Kind in der Krippe.
Und Weihnachten ist erst der Anfang. Sein Weg führt von der Krippe zum Kreuz. Am Karfreitag ist Jesus auf Augenhöhe mit uns sterblichen Menschen geblieben. Wer die Augen hier vor dem Leid verschließt, verliert Gott aus den Augen. Und als Jesus beerdigt wurde, hat er sich – in Grabestiefe – sogar auf Augenhöhe mit unseren Toten begeben. Weiter kann uns Gott nicht entgegenkommen und tiefer kann er sich nicht beugen.
Nach Ostern ist es dann der Blick des Auferstandenen, der den Tod hinter sich gelassen hat. Diesseits und jenseits der Todesgrenze trifft uns der Blick Gottes, er verliert uns nicht aus den Augen, auch und gerade im Tod hält er Blickkontakt mit uns mit seinem liebevollen Blick.
„Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, so erhöre ich euch.“ (Jer 29,12)
Gott lässt sich blicken im Kind in der Krippe und er lässt sich ansprechen, er lässt sich rufen. Er befindet sich in Rufweite, uns nah. Das macht Hoffnung und schenkt Zuversicht. Unser Suchen und Rufen läuft nicht ins Leere. Gottes Liebe lässt aufleben. Und Weihnachten ist erst der Anfang.
(Ein Wort von Pastoralreferent Rolf Briehl, Bietigheim-Bissingen, zuerst veröffentlicht im Weihnachts-compass 2025)