Vier Männer werden bei einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Klaus Krämer am Samstag, 7. Juni, um 10 Uhr in der Kirche St. Laurentius in Bietigheim-Bissingen zu Ständigen Diakonen geweiht. Die Diakone werden sich in ihrem künftigen Wirken den Armen, Bedürftigen und Bedrängten annehmen und ihnen helfen, die Situationen des Lebens zu meistern. Der Weihegottesdienst steht unter dem Leitwort „Lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn.“ (Röm 12,11)
Nach einer sieben- bis achtjährigen Vorbereitungs-, Studien- und Ausbildungszeit erhalten die folgenden Männer die Weihe zum Ständigen Diakon:
Carlos Almeida Pereira (51) wurde in Portugal geboren. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern im Alter von elf und 14 Jahren in Friolzheim. Nach acht Jahren erlangte er als Seminarist bei den Consolata-Missionaren einen Studienabschluss in Philosophie. Im Jahr 2000 zog er nach Deutschland, wo er als pastoraler Mitarbeiter in Berlin tätig war, und seine Frau kennenlernte. Später arbeitete er als Bankangestellter in Stuttgart. Er ist in der portugiesischsprachigen katholischen Gemeinde in Stuttgart „Nossa Senhora de Fátima“ und Ulm „S. Francisco de Assis“ als pastoraler Mitarbeiter tätig. Nach der Weihe wird er dort als Diakon im Hauptberuf tätig sein.
Dr. Marcel Dagenbach (46) wurde in Künzelsau geboren und ist in Ulm und Stuttgart aufgewachsen. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern wohnt er in Stuttgart. Nach dem Studium der Katholischen Theologie, Soziologie und Musikwissenschaft in Tübingen und mehreren beruflichen Stationen im kirchlichen Dienst und als Religionslehrer arbeitet der promovierte Theologe seit 2019 als Dekanatsreferent in Waiblingen. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Gesamtkirchengemeinde „Stuttgarter Madonna“ tätig sein. Ab dem 1. Oktober 2025 wird er Bischöflicher Beauftragter für die Personalführung der Diakone in der Diözese.
Maximilian Nowak (37) wurde in Karlsruhe geboren und ist in Freiburg im Breisgau aufgewachsen. Er lebt zusammen mit seiner Frau und Tochter im schönen Gemmrigheim. Er hat katholische Theologie auf Diplom in Freiburg und Maynooth (Irland) studiert. Zurzeit arbeitet er als Sachbearbeiter und Kundenberater für die Allianz Lebensversicherungs-AG im Betrieb in Stuttgart. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Gesamtkirchengemeinde Mittlerer Neckar-Unterm Michaelsberg tätig sein.
Mario Roland (46) wurde in Laupheim geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Ehingen a. d. Donau. Im Zivilberuf ist er bei der Firma Liebherr in Biberach im Bereich des Einkaufs tätig. In seiner Heimatgemeinde ist er vielseitig engagiert, unter anderem als Kommunionhelfer und bis zum Beginn der Ausbildung, viele Jahre als aktives Mitglied im Kirchengemeinderat. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Seelsorgeeinheit Erbach tätig sein.
Zum Hintergrund:
Über Jahrhunderte war in der römisch-katholischen Kirche die Diakonenweihe nur die Vorstufe zur Priesterweihe. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) wurde das Amt des Ständigen Diakons jedoch wieder eingeführt, erläutert Erik Thouet, Bischöflicher Beauftragter für die Ausbildung zum Ständigen Diakonat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Altheim-Heiligkreuztal. Der Diakonat besteht somit als eigenständige Stufe der Hierarchie neben dem Bischof und den Priestern. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden die ersten Diakone 1968 geweiht. Zurzeit sind 26 Männer in der Ausbildung im Kloster Heiligkreuztal. „Das Interesse am Ständigen Diakonat ist in unserer Diözese ungebrochen. In diesem Jahr haben sieben Männer mit der Ausbildung neu begonnen und acht Männer besuchen das sogenannte Interessentenjahr“, sagt Thouet.
Laut Thouet ist der aufrichtige Dienst am Anderen gewissermaßen die Schlüsselqualifikation für das Amt. „Diakone gehen mit den Menschen durch den Staub der Bedrängnis, sie sind Repräsentanten einer dienenden Kirche“, sagt er. Ständige Diakone sind meist verheiratet und haben sich im Beruf, im Leben und im Glauben bewährt. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind sie in der Regel neben ihrem Beruf „ehrenamtlich“ tätig.
Thouet bezeichnet ihren Auftrag als „unverzichtbar für eine Kirche der Zukunft“. „Männer, die sich für die Kirche in den Dienst nehmen lassen, sind ein Gewinn für Menschen, Kirche und Gesellschaft. Die entscheidende Grundlegung für eine diakonische Kirche ist, dass sie die Armen, die Bedürftigen und Bedrängten in die Mitte stellt, weil wir in ihnen Christus selbst begegnen. Wie es im Matthäus-Evangelium heißt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Erik Thouet stellt anlässlich der Weihe fest: „Man wird nicht geweiht, um persönlich irgendwie veredelt zu werden oder sich besser zu fühlen. Das wäre ein völliges Missverständnis, sondern es geht eher darum, noch furchtloser, noch konkreter sich in Situationen hineinzutrauen, wo man vielleicht sonst davonlaufen würde.“ Und er sagt: „Es gab vielleicht schon länger keine Zeit mehr, wo es wichtiger war, nicht von Bord zu gehen: bei den Menschen zu bleiben und bei Gott zu bleiben. Auch in dieser Kirche zu bleiben.“
Foto: Thomas Warnack
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2025/06/20250602_Diakonweihe_Gruppenbild-scaled-e1749250881556.jpg12802560Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2025-06-07 01:02:092025-06-07 01:02:09Diakonenweihe am 7. Juni 2025 in St. Laurentius in Bietigheim
Die Katholische Kirche in der Welt hat einen neuen Papst, die Katholische Kirche von Bietigheim-Bissingen bekommt einen neuen Pfarrer. Jens-Uwe Schwab wird am Sonntag, 1. Juni 2025, in sein Amt als Leitender Pfarrer in einem Gottesdienst um 18 Uhr in der St. Laurentiuskirche in Bietigheim in sein Amt eingeführt. Er war bisher Leitender Pfarrer der benachbarten Seelsorgeeinheit Freiberg – Pleidelsheim/Ingersheim, für deren Kirchengemeinden St. Maria in Freiberg und St. Petrus und Paulus in Pleidelsheim mit Ingersheim er auch weiterhin zuständig ist. Er wird in Freiberg wohnen bleiben und hat seinen Dienstsitz in Bietigheim-Bissingen. Die Gesamtkirchengemeinde Bietigheim-Bissingen und die Seelsorgeeinheit Freiberg-Pleidelsheim/Ingersheim werden jetzt enger zusammenrücken. Das ist ein Vorgriff auf die Neuordnung der pastoralen Strukturen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die wohl ab 2027 umgesetzt wird.
Seit dem altersbedingten Ausscheiden von Pfarrer Roland Deckwart zum 1. September 2024 gab es in der Katholischen Kirche in Bietigheim-Bissingen keinen leitenden Pfarrer mehr. Zur Katholischen Kirche Bietigheim-Bissingen gehören derzeit rund 8500 Katholikinnen und Katholiken in den drei deutschsprachigen Kirchengemeinden St. Laurentius, Bietigheim, St. Johannes, Buch, und Zum Guten Hirten, Bissingen, sowie die italienische Gemeinde „Il Buon Pastore“ und die kroatische Gemeinde „Sveti Franjo Asiski“.
Nachfolgend ein kurzer Lebenslauf von Jens-Uwe Schwab:
Geboren 1972 in Stuttgart-Bad Cannstatt, aufgewachsen dort, in Ludwigsburg und ab 1983 in Remseck-Hochberg.
1993: Abitur in Stuttgart-Bad Cannstatt am kath. Albertus-Magnus-Gymnasium;
1993-1998: Studium der Katholischen Theologie und Philosophie in Tübingen und Erfurt, Abschluss: Diplom.
1999: Diakonenweihe in Stuttgart, Diakonatsjahr in Nagold-Gündringen und -Vollmaringen;
2000: Priesterweihe in Neresheim;
2000-2002: Vikar in Esslingen a. N., Münstergemeinde St. Paul;
2002-2004: Vikar in Ehingen (Donau).
2004-2009: Pfarrer in Schwendi, Dekanat Biberach.
2009-2019: Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Fellbach, davon gleichzeitig 2013-2018 stellvertretender Dekan des Dekanats Rems-Murr.
Seit Juni 2020 (Investitur und Stellenbeginn damals Pandemie-bedingt verzögert): Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Freiberg-Pleidelsheim/Ingersheim;
seit September 2024 Administrator der Kirchengemeinden der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Bietigheim-Bissingen.
Pfarrer Schwab freut sich auf seine neue Aufgabe und sagt:
„Ich bin ein Kind unserer Region und fühle mich hier am richtigen Ort. So freue ich mich auf das, was vor uns liegt und auf das, was noch kommt.“
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2025/03/2025_Schwab_HP_02-scaled.jpg12802560Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2025-05-29 01:08:572025-05-29 01:08:57Jens-Uwe Schwab wird als Pfarrer von Bietigheim-Bissingen am 1. Juni 2025 eingeführt
Beim „Talk im (Kirch-)Turm“ am Freitag, 23. Mai 2025, ist Tim Heffner zu Gast. Tim ist 27 Jahre alt und seit 2018 als Schiedsrichter im Eishockey tätig. Inzwischen pfeift er als Hauptschiedsrichter in der 3. Eishockey Bundesliga. Von 2021-2024 war er als Linienrichter in der 1. Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auf dem Eis sowie bei Weltmeisterschaften und auch in Kanada als Schiedsrichter im Einsatz. Was ihn am Eishockey begeistert (in Bietigheim-Bissingen allerdings sehr verständlich!), wie viel er als Schiri trainieren muss und wie er die harten Jungs beim Kampf um den Puck bändigt, das wird er am Freitagabend ab 20 Uhr mit Bildern und kleinen Videos erzählen. Und zwar im Turmzimmer der Kolpingsfamilie Bietigheim-Bissingen neben der Laurentiuskirche in der Nähe vom Krankenhaus, die gemeinsam mit dem Gemeindetreff den Abend veranstaltet, herzliche Einladung zu einem sportlich-interessanten Abend in der Sportstadt Bietigheim-Bissingen!
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2025/05/hockey-1470571_1280-e1747946254205.jpg6401280Christian Turreyhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngChristian Turrey2025-05-22 22:38:352025-05-22 22:38:35„Talk im Turm“ mit Eishockey-Schiri Tim Heffner
Liebe Interessierte an der Stolpersteininitiative,
die Stolpersteininitiative organisiert am Sonntag, 25.5.2025, im Rahmen der Veranstaltungen zum 50jährigen Zusammenschluss von Bietigheim und Bissingen zwei Veranstaltungen:
die Verlegung des 11. Stolpersteins für Karl Binder findet um 17 Uhr in der Hindenburgstraße 16 statt.
der Vortrag von Gunter Demnig – Erfinder und Initiator der Stolpersteine – im Bietigheimer Schloss um 18 Uhr.
Zu beiden Veranstaltungen laden wir Sie ganz herzlich ein.
Die Einladung sowie die ausführlichen Pressetexte zu den Veranstaltungen befinden sich im Anhang.
Am Sonntag, 25. Mai, findet in Sankt Laurentius Bietigheim ein sehr hörenswertes Orgelkonzert statt. Konzertorganist und Dekanatskantor Jürgen Benkö wird eine Klangreise präsentieren mit einem vielseitigen Programm, das von klassischen Meisterwerken bis hin zu zeitgenössischer Musik reicht.
Jürgen Benkö ist bekannt für seine Fähigkeit, die Klangfülle und Gestaltungsmöglichkeiten einer Orgel auszuloten, die er auch auf zahlreichen internationalen Konzerten präsentiert hat. Er wird die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen mitnehmen. Das Programm wird die Vielseitigkeit der Orgelmusik darbieten und die große Bandbreite der Rieger/Tzschökel-Orgel zum Erklingen bringen.
Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei
https://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2024/03/Konzertorganist-Juergen-Benkoe-e1710968179500.jpg8861772Julia Koziolekhttps://katholisch-bibi.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo.pngJulia Koziolek2025-05-19 21:58:402025-05-19 21:58:40Orgelkonzert in Sankt Laurentius Bietigheim
Diakonenweihe am 7. Juni 2025 in St. Laurentius in Bietigheim
Vier Männer werden bei einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Klaus Krämer am Samstag, 7. Juni, um 10 Uhr in der Kirche St. Laurentius in Bietigheim-Bissingen zu Ständigen Diakonen geweiht. Die Diakone werden sich in ihrem künftigen Wirken den Armen, Bedürftigen und Bedrängten annehmen und ihnen helfen, die Situationen des Lebens zu meistern. Der Weihegottesdienst steht unter dem Leitwort „Lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn.“ (Röm 12,11)
Nach einer sieben- bis achtjährigen Vorbereitungs-, Studien- und Ausbildungszeit erhalten die folgenden Männer die Weihe zum Ständigen Diakon:
Carlos Almeida Pereira (51) wurde in Portugal geboren. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern im Alter von elf und 14 Jahren in Friolzheim. Nach acht Jahren erlangte er als Seminarist bei den Consolata-Missionaren einen Studienabschluss in Philosophie. Im Jahr 2000 zog er nach Deutschland, wo er als pastoraler Mitarbeiter in Berlin tätig war, und seine Frau kennenlernte. Später arbeitete er als Bankangestellter in Stuttgart. Er ist in der portugiesischsprachigen katholischen Gemeinde in Stuttgart „Nossa Senhora de Fátima“ und Ulm „S. Francisco de Assis“ als pastoraler Mitarbeiter tätig. Nach der Weihe wird er dort als Diakon im Hauptberuf tätig sein.
Dr. Marcel Dagenbach (46) wurde in Künzelsau geboren und ist in Ulm und Stuttgart aufgewachsen. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern wohnt er in Stuttgart. Nach dem Studium der Katholischen Theologie, Soziologie und Musikwissenschaft in Tübingen und mehreren beruflichen Stationen im kirchlichen Dienst und als Religionslehrer arbeitet der promovierte Theologe seit 2019 als Dekanatsreferent in Waiblingen. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Gesamtkirchengemeinde „Stuttgarter Madonna“ tätig sein. Ab dem 1. Oktober 2025 wird er Bischöflicher Beauftragter für die Personalführung der Diakone in der Diözese.
Maximilian Nowak (37) wurde in Karlsruhe geboren und ist in Freiburg im Breisgau aufgewachsen. Er lebt zusammen mit seiner Frau und Tochter im schönen Gemmrigheim. Er hat katholische Theologie auf Diplom in Freiburg und Maynooth (Irland) studiert. Zurzeit arbeitet er als Sachbearbeiter und Kundenberater für die Allianz Lebensversicherungs-AG im Betrieb in Stuttgart. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Gesamtkirchengemeinde Mittlerer Neckar-Unterm Michaelsberg tätig sein.
Mario Roland (46) wurde in Laupheim geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Ehingen a. d. Donau. Im Zivilberuf ist er bei der Firma Liebherr in Biberach im Bereich des Einkaufs tätig. In seiner Heimatgemeinde ist er vielseitig engagiert, unter anderem als Kommunionhelfer und bis zum Beginn der Ausbildung, viele Jahre als aktives Mitglied im Kirchengemeinderat. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Seelsorgeeinheit Erbach tätig sein.
Zum Hintergrund:
Über Jahrhunderte war in der römisch-katholischen Kirche die Diakonenweihe nur die Vorstufe zur Priesterweihe. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) wurde das Amt des Ständigen Diakons jedoch wieder eingeführt, erläutert Erik Thouet, Bischöflicher Beauftragter für die Ausbildung zum Ständigen Diakonat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Altheim-Heiligkreuztal. Der Diakonat besteht somit als eigenständige Stufe der Hierarchie neben dem Bischof und den Priestern. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden die ersten Diakone 1968 geweiht. Zurzeit sind 26 Männer in der Ausbildung im Kloster Heiligkreuztal. „Das Interesse am Ständigen Diakonat ist in unserer Diözese ungebrochen. In diesem Jahr haben sieben Männer mit der Ausbildung neu begonnen und acht Männer besuchen das sogenannte Interessentenjahr“, sagt Thouet.
Laut Thouet ist der aufrichtige Dienst am Anderen gewissermaßen die Schlüsselqualifikation für das Amt. „Diakone gehen mit den Menschen durch den Staub der Bedrängnis, sie sind Repräsentanten einer dienenden Kirche“, sagt er. Ständige Diakone sind meist verheiratet und haben sich im Beruf, im Leben und im Glauben bewährt. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind sie in der Regel neben ihrem Beruf „ehrenamtlich“ tätig.
Thouet bezeichnet ihren Auftrag als „unverzichtbar für eine Kirche der Zukunft“. „Männer, die sich für die Kirche in den Dienst nehmen lassen, sind ein Gewinn für Menschen, Kirche und Gesellschaft. Die entscheidende Grundlegung für eine diakonische Kirche ist, dass sie die Armen, die Bedürftigen und Bedrängten in die Mitte stellt, weil wir in ihnen Christus selbst begegnen. Wie es im Matthäus-Evangelium heißt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Erik Thouet stellt anlässlich der Weihe fest: „Man wird nicht geweiht, um persönlich irgendwie veredelt zu werden oder sich besser zu fühlen. Das wäre ein völliges Missverständnis, sondern es geht eher darum, noch furchtloser, noch konkreter sich in Situationen hineinzutrauen, wo man vielleicht sonst davonlaufen würde.“ Und er sagt: „Es gab vielleicht schon länger keine Zeit mehr, wo es wichtiger war, nicht von Bord zu gehen: bei den Menschen zu bleiben und bei Gott zu bleiben. Auch in dieser Kirche zu bleiben.“
Foto: Thomas Warnack
Jens-Uwe Schwab wird als Pfarrer von Bietigheim-Bissingen am 1. Juni 2025 eingeführt
Die Katholische Kirche in der Welt hat einen neuen Papst, die Katholische Kirche von Bietigheim-Bissingen bekommt einen neuen Pfarrer. Jens-Uwe Schwab wird am Sonntag, 1. Juni 2025, in sein Amt als Leitender Pfarrer in einem Gottesdienst um 18 Uhr in der St. Laurentiuskirche in Bietigheim in sein Amt eingeführt. Er war bisher Leitender Pfarrer der benachbarten Seelsorgeeinheit Freiberg – Pleidelsheim/Ingersheim, für deren Kirchengemeinden St. Maria in Freiberg und St. Petrus und Paulus in Pleidelsheim mit Ingersheim er auch weiterhin zuständig ist. Er wird in Freiberg wohnen bleiben und hat seinen Dienstsitz in Bietigheim-Bissingen. Die Gesamtkirchengemeinde Bietigheim-Bissingen und die Seelsorgeeinheit Freiberg-Pleidelsheim/Ingersheim werden jetzt enger zusammenrücken. Das ist ein Vorgriff auf die Neuordnung der pastoralen Strukturen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die wohl ab 2027 umgesetzt wird.
Seit dem altersbedingten Ausscheiden von Pfarrer Roland Deckwart zum 1. September 2024 gab es in der Katholischen Kirche in Bietigheim-Bissingen keinen leitenden Pfarrer mehr. Zur Katholischen Kirche Bietigheim-Bissingen gehören derzeit rund 8500 Katholikinnen und Katholiken in den drei deutschsprachigen Kirchengemeinden St. Laurentius, Bietigheim, St. Johannes, Buch, und Zum Guten Hirten, Bissingen, sowie die italienische Gemeinde „Il Buon Pastore“ und die kroatische Gemeinde „Sveti Franjo Asiski“.
Nachfolgend ein kurzer Lebenslauf von Jens-Uwe Schwab:
Geboren 1972 in Stuttgart-Bad Cannstatt, aufgewachsen dort, in Ludwigsburg und ab 1983 in Remseck-Hochberg.
1993: Abitur in Stuttgart-Bad Cannstatt am kath. Albertus-Magnus-Gymnasium;
1993-1998: Studium der Katholischen Theologie und Philosophie in Tübingen und Erfurt, Abschluss: Diplom.
1999: Diakonenweihe in Stuttgart, Diakonatsjahr in Nagold-Gündringen und -Vollmaringen;
2000: Priesterweihe in Neresheim;
2000-2002: Vikar in Esslingen a. N., Münstergemeinde St. Paul;
2002-2004: Vikar in Ehingen (Donau).
2004-2009: Pfarrer in Schwendi, Dekanat Biberach.
2009-2019: Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Fellbach, davon gleichzeitig 2013-2018 stellvertretender Dekan des Dekanats Rems-Murr.
Seit Juni 2020 (Investitur und Stellenbeginn damals Pandemie-bedingt verzögert): Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Freiberg-Pleidelsheim/Ingersheim;
seit September 2024 Administrator der Kirchengemeinden der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Bietigheim-Bissingen.
Pfarrer Schwab freut sich auf seine neue Aufgabe und sagt:
„Ich bin ein Kind unserer Region und fühle mich hier am richtigen Ort. So freue ich mich auf das, was vor uns liegt und auf das, was noch kommt.“
„Talk im Turm“ mit Eishockey-Schiri Tim Heffner
Beim „Talk im (Kirch-)Turm“ am Freitag, 23. Mai 2025, ist Tim Heffner zu Gast. Tim ist 27 Jahre alt und seit 2018 als Schiedsrichter im Eishockey tätig. Inzwischen pfeift er als Hauptschiedsrichter in der 3. Eishockey Bundesliga. Von 2021-2024 war er als Linienrichter in der 1. Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auf dem Eis sowie bei Weltmeisterschaften und auch in Kanada als Schiedsrichter im Einsatz. Was ihn am Eishockey begeistert (in Bietigheim-Bissingen allerdings sehr verständlich!), wie viel er als Schiri trainieren muss und wie er die harten Jungs beim Kampf um den Puck bändigt, das wird er am Freitagabend ab 20 Uhr mit Bildern und kleinen Videos erzählen. Und zwar im Turmzimmer der Kolpingsfamilie Bietigheim-Bissingen neben der Laurentiuskirche in der Nähe vom Krankenhaus, die gemeinsam mit dem Gemeindetreff den Abend veranstaltet, herzliche Einladung zu einem sportlich-interessanten Abend in der Sportstadt Bietigheim-Bissingen!
Veranstaltungen zur Stolpersteininitiative Bietigheim-Bissingen
Liebe Interessierte an der Stolpersteininitiative,
die Stolpersteininitiative organisiert am Sonntag, 25.5.2025, im Rahmen der Veranstaltungen zum 50jährigen Zusammenschluss von Bietigheim und Bissingen zwei Veranstaltungen:
Zu beiden Veranstaltungen laden wir Sie ganz herzlich ein.
Die Einladung sowie die ausführlichen Pressetexte zu den Veranstaltungen befinden sich im Anhang.
000 Einladung – digtial
000 PM Verlegung
000 PM Vortrag Demnig
Orgelkonzert in Sankt Laurentius Bietigheim
Am Sonntag, 25. Mai, findet in Sankt Laurentius Bietigheim ein sehr hörenswertes Orgelkonzert statt. Konzertorganist und Dekanatskantor Jürgen Benkö wird eine Klangreise präsentieren mit einem vielseitigen Programm, das von klassischen Meisterwerken bis hin zu zeitgenössischer Musik reicht.
Jürgen Benkö ist bekannt für seine Fähigkeit, die Klangfülle und Gestaltungsmöglichkeiten einer Orgel auszuloten, die er auch auf zahlreichen internationalen Konzerten präsentiert hat. Er wird die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen mitnehmen. Das Programm wird die Vielseitigkeit der Orgelmusik darbieten und die große Bandbreite der Rieger/Tzschökel-Orgel zum Erklingen bringen.
Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei