Dokumentarfilm zeigt am 17. Oktober 2026 Fotografen bei Arbeit für Ausstellung „Protestantisch auf Sizilien“
Ab Freitag, 23. Oktober 2026, öffnen sich die Türen der Evangelischen Stadtkirche in Bietigheim-Bissingen für eine interessante Foto-Ausstellung mit Bildern aus Sizilien. Unter dem Titel “Immagina Riesi – Protestantisch auf Sizilien” zeigt der Fotograf Gustavo Alàbiso, was aus einer Vision werden kann; denn mitten in die Perspektivlosigkeit der niedergegangenen Bergbau-Stadt Riesi setzte der waldensische Pfarrer Tullio Vinay sein sozialdiakonisches Projekt um mit Kindergarten, Schule und Ausbildungsstätte, dazu Olivenölproduktion und Winzergenossenschaft.
Als Hinführung zu dieser außergewöhnlichen Foto-Ausstellung wird am Samstag, 17. Oktober 2026, der Dokumentarfilm „Una storia valdese“ von Regisseur Salvo Cuccia aus dem Jahr 2022 in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt, und zwar um 17 Uhr im Katholischen Gemeindehaus „Zum Guten Hirten“ in Bissingen, Hirtenstraße 18. Der Fotograf Gustavo Alàbiso, Initiator der Ausstellung, wird auf deutsch in den Film einleiten.
Der Film führt ins sizilianische Hinterland, in die Provinz Caltanissetta. Um Mafia, Armut und Analphabetismus zu bekämpfen, braucht es Schulen, Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Internationalität. Der Regisseur begleitete den Fotografen Gustavo Alàbiso, der in Riesi aufwuchs, in den verschiedenen Phasen seines Fotoprojekts, das ab 23.10.2026 in der Stadtkirche Bietigheim-Bissingen zu sehen sein wird. Aus der Suche nach seinen Schulkameraden von damals entsteht das Porträt der Gemeinschaft von Riesi, wo auf Initiative des Waldenserpfarrers Tullio Vinay in den 1960-er Jahren im „Servizio Cristiano“ nach und nach Kindergarten, Schulen und eine Weingenossenschaft entstanden. Es geht um bürgerschaftliches Engagement und die Kraft der Vision, an deren Umsetzung alle mitarbeiten über Konfessions- und soziale Grenzen hinweg.
Der Filmabend in Bissingen wird in Zusammenarbeit mit der Italienischen Katholischen Gemeinde „Il Buon Pastore“ gestaltet und gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung in der Stadtkirche. Der Eintritt zum Filmabend ist frei, um Spenden wird gebeten.


